{"id":2243,"date":"2014-04-16T19:13:15","date_gmt":"2014-04-16T19:13:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.montessori-childrenshouse.ch\/?page_id=2243"},"modified":"2018-04-15T00:30:49","modified_gmt":"2018-04-14T22:30:49","slug":"montessori-methode","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.montessori-lenzburg.ch\/de\/montessori-methode\/","title":{"rendered":"Montessori P\u00e4dagogik"},"content":{"rendered":"Die auf der Montessori-P\u00e4dagogik basierende Erziehung geht davon aus, dass es nur der Mensch selbst sein kann, der sich erzieht. Wahre Erziehung und Entwicklung kann nicht von Aussen herangetragen werden, sie findet im Individuum selbst statt und wird von sogenannten \u201esensiblen Phasen\" gesteuert. Maria Montessori beobachtete, dass bei Kindern zu einem bestimmten Zeitpunkt besondere Interessen auftreten, wobei sie f\u00fcr bestimmte Aspekte des Lernens besonders empf\u00e4nglich sind. Nach bestimmter Zeit klingt diese Empf\u00e4nglichkeit wieder ab und etwas Neues r\u00fcckt in den Fokus. Diese Phasen, in denen Kinder komplexe Lerninhalte mit Leichtigkeit aufnehmen nannte sie \u201esensible Phasen\u201c. <\/p>\n<p>Um eine optimale Entfaltung der menschlichen F\u00e4higkeiten zu gew\u00e4hrleisten, ist es entscheidend, eine Umgebung zu gestalten, die den inneren Bed\u00fcrfnissen des Kindes entspricht. Alles was das Kind f\u00fcr seine Entwicklungsarbeit braucht ist in der vorbereiteten Umgebung vorhanden und zwar so, dass es sich alle Dinge f\u00fcr eine \u00dcbung selber zusammenstellen kann. Das Montessori-Material hat seinen festen Platz und ist f\u00fcr das Kind leicht zug\u00e4nglich. Die klare Anordnung des Montessori-Materials hilft dem Kind einerseits, sich in seiner Umgebung richtig zu orientieren, andererseits lernt das Kind durch die \u00e4ussere Ordnung, eine eigene innere Ordnung zu finden. <\/p>\n<p>Im Kindergartenalter (3-6 Jahre) beginnt das Kind sein Bewusstsein zu entwickeln und verfestigt bereits gemachte Erfahrungen im Kleinkindalter (wie beispielsweise Sprache, Ordnung, Bewegung, Sinneswahrnehmung und Sozialentwicklung). F\u00fcr Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren, findet ein Alltag in der vorbereiteten Umgebung mit folgenden Schwerpunkten statt:<\/p>\n<ul>\n<li>Lernen, indem man es tut (vom Greifen zum Begreifen)<\/li>\n<li>Individuelles Lerntempo<\/li>\n<li>F\u00f6rderung von sozialer und emotionaler Kompetenz<\/li>\n<li>Verantwortungsbewusstsein<\/li>\n<li>Selbst\u00e4ndigkeit<\/li>\n<li>Konzentrationsf\u00e4higkeit<\/li>\n<li>Geduld und Ausdauer<\/li>\n<li>Gesundes Selbstbewusstsein<\/li>\n<li>Organisation einer Arbeit<\/li>\n<li>Geschicklichkeit<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"spacer\"><\/div><!-- .spacer (end) -->\nDas Schulalter ist die Zeit, in welcher eine Art sensible Phase f\u00fcr den Wissenserwerb besteht. Alles was das Kind in dieser Zeit interessiert kann ihm gegeben und es sollte nicht durch den Lehrplan eingeschr\u00e4nkt oder zur\u00fcckgehalten werden. Es gen\u00fcgt aber nicht, dem Kind die Dinge und die wechselseitigen Zusammenh\u00e4nge einfach zu erkl\u00e4ren. Es m\u00f6chte diese selber erforschen und verstehen k\u00f6nnen. Es muss ihm auch nicht alles in Form eines konkreten Materials vermittelt werden. Mit Hilfe seiner Vorstellungskraft kann es sich die Wirklichkeit rekonstruieren. Das Studium vom Ganzen aus in Details gehend unterst\u00fctzt es dabei. Das Kind strebt im Schulalter nach geistiger Unabh\u00e4ngigkeit <\/p>\n<p>Jedes einzelne Kind soll seine Eigenheiten bewahren k\u00f6nnen, indem es durch selbst\u00e4ndige Arbeit seine individuellen Bed\u00fcrfnisse befriedigt. Sein Selbstvertrauen st\u00e4rkt sich, seine Pers\u00f6nlichkeit w\u00e4chst und dadurch auch die Freude am Mitmenschen und die F\u00e4higkeit zur Gemeinschaft. Gemeinschaft kann nur dort entstehen, wo Verschiedenheit akzeptiert wird. In der Montessori-P\u00e4dagogik wird auf die Verschiedenheit der Kinder R\u00fccksicht genommen.<br \/>\nNeben selbst\u00e4ndigem Arbeiten hat das Kind im Schulalter das Bed\u00fcrfnis, gemeinsam mit anderen Kindern zu forschen, zu recherchieren und seine Entdeckungen anderen Kindern mitzuteilen. Die M\u00f6glichkeit in der Gruppe zu Lernen und sich mit anderen austauschen zu k\u00f6nnen ist f\u00fcr das Kind im Schulalter von grosser Bedeutung. Das Konzept f\u00fcr die Schule ist die \u201eKosmische Erziehung\u201c. Diese ist die Antwort der Montessori-P\u00e4dagogik auf die Bed\u00fcrfnisse des Kindes im Schulalter. Die \u201eKosmische Erziehung\u201c deckt alle Lernziele des kantonalen Lernplans ab und geht in einzelnen Fachbereichen dar\u00fcber hinaus.<\/p>\n<p><strong>Montessori Freiarbeit<\/strong><br \/>\nDie Montessori-Freiarbeit ist das Kernst\u00fcck der Montessori-P\u00e4dagogik und zentraler Bestandteil des Unterrichts in Kindergarten und Primarschule. Sie definiert sich durch einen ununterbrochenen Zeitblock von ca. 3 Stunden. W\u00e4hrend dieser Zeit k\u00f6nnen sich die Kinder frei im Klassenzimmer bewegen, die f\u00fcr ihre Bed\u00fcrfnisse vorbereitete Lernumgebung erkunden und selbst\u00e4ndig eine Arbeit aus dem verf\u00fcgbaren Montessori-Material w\u00e4hlen (Lernarrangement). Je nach Zweck der Arbeit findet diese am Tisch oder am Boden, auf einem Arbeitsteppich, statt. Die Lehrperson gibt in dieser Zeit von ihr geplante oder spontane, aus dem Alltagsgeschehen heraus passende, Darbietungen mit dem Montessori-Material, jeweils an eine kleine Gruppe von Kindern. Dies erm\u00f6glicht das gemeinsame Arbeiten und Lernen, den Austausch von Lernerfahrungen und f\u00f6rdert soziale Kompetenzen.<\/p>\n<p>Ziel der Montessori-Freiarbeit ist es, dass Kinder ganzheitlich in ihrer individuellen Entwicklung unterst\u00fctzt, sowie k\u00f6rperlich und geistig unabh\u00e4ngiger werden, ihre F\u00e4higkeit sich zu konzentrieren zu st\u00e4rken, sowie Freude und Zufriedenheit an Lernprozessen zu erleben.<br \/>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die auf der Montessori-P\u00e4dagogik basierende Erziehung geht davon aus, dass es nur der Mensch selbst sein kann, der sich erzieht. Wahre Erziehung und Entwicklung kann nicht von Aussen herangetragen werden, sie findet im Individuum selbst statt und wird von sogenannten \u201esensiblen Phasen\" gesteuert. 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